DATEN & FAKTEN

Die MEVA Systeme MGS und MGC klettern hydraulisch am WINX Tower in Frankfurt

Projekt: 110 m hoher Büro- und Wohnturm WINX Tower in Frankfurt am Main

Bauherr: Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt

Architekten: KSP Jürgen Engel Architekten

Bauunternehmen: BAM Deutschland AG, Stuttgart

MEVA Systeme: Geführtes Schutzsystem MGS, Geführtes Klettersystem MGC mit Wandschalung Mammut

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme, Haiterbach

 
 
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Projekt

Jede Woche eine Etage höher

Das neue Maintor Quartier in bester Frankfurter Innnenstadtlage zwischen Altstadt, Willy-Brandt-Platz und Bankenviertel steht kurz vor der Vollendung. Herzstück des neuen Stadtquartiers direkt am Mainufer ist der WINX Tower, dessen Rohbau im Frühjahr 2017 fertig wird. Er besteht aus einem 26 m hohen Portal mit 7 Geschossen und aus einem 110 m hohen Hochhausturm mit 30 Geschossen, davon sind 2 für die Technik bestimmt. Auf 42.000 m² bietet das Gebäude-Ensemble Platz für Geschäfte, Gastronomie, Büros und Wohnungen.

Nachhaltig, zukunftsweisend, flexibel, großzügig, komfortabel. Das sind die Attribute und Bauvorgaben, die hier umgesetzt werden. So verfügt die Tiefgarage z.B. über Fahrradboxen und Stellplätze für Elektroautos mit Stromversorgung. Die Mietbereiche erlauben eine variable Aufteilung und Raumnutzung. Empfangen werden die Besucher, Mieter und Bewohner in einer 950 m² großen Lobby. Entspannung bietet die Sky Lounge mit bestem Ausblick über die Mainmetropole.

Sicherheit an erster Stelle
Maximale Sicherheit während der gesamten Bauphase und Baufortschritt ohne Beeinträchtigung durch Wind und Wetter waren die Vorgaben des Bauunternehmens BAM Deutschland an den Schalungslieferanten. Die MEVA Klettersysteme MGS und MGC erfüllen diese Vorgaben problemlos. An den Fassaden des Hochhausturms ist das geführte Schutzsystem MGS im Einsatz. Die Hochhauskerne werden mit dem geführten Klettersystem MGC, mit der Wandschalung Mammut und den integrierten Schachtbühnen geklettert. Beide Klettersysteme bieten mit ihrer Kompletteinhausung Wetterschutz und eine lückenlose Absturzsicherung. Sie sind per Führungsschienen während der gesamten Bauphase fest mit dem Gebäude verbunden − auch beim Klettern. Diese permanente Verbindung erlaubt das Klettern bis Windstärken von 72 km/h.

Geführtes Schutzsystem MGS an den Außenfassaden
Der leicht asymmetrische Turmgrundriss hat einen stumpfen Winkel an allen Seiten, in der Mitte der Stirnseiten zusätzlich eine Loggia. Die fehlenden rechten Winkel verleihen dem Turm eine schwungvolle Dynamik. Die MGS-Einhausung erstreckt sich lückenlos um alle vier Gebäudeseiten und Ecken. Hierzu dienen 31 MGSEinheiten mit bis zu 6,81 m Länge. Jede Längsseite hat eine Ausfahrbühne für den Materialzu- und -abgang per Kran, an jeder Stirnseite gibt es eine Spezialbühne zum Überbrücken der Fertigteilbalkone in den Loggien. Die Einhausung erstreckt sich in der Höhe über 3 Etagen und schützt das Baupersonal bei den Schalungsarbeiten für die Decken. Ist die Arbeit auf der obersten Etage abgeschlossen, wird auf der untersten Etage der Einhausung am Deckenrand ein Schutzgitter o.ä. zur Absturzsicherung angebracht, bevor eine Etage nach oben geklettert wird. Somit sind auch alle frei liegenden Deckenränder stets gesichert.

Fester Halt am Gebäude in jeder Höhenposition, auch beim Klettern
Die MGS-Einheiten bestehen aus vertikalen Führungsschienen mit horizontalen Kanthölzern, an denen die Trapezbleche befestigt sind. Die Führungsschienen – im Foto rechts rot – ruhen in den Führungsschuhen und gleiten beim Klettern durch diese nach oben. Hierzu werden die Führungsschuhe paarweise fest am Deckenrand verankert und millimetergenau eingestellt; beim Klettern lassen sie sich bei Bedarf nachjustieren. Jede der beiden Führungsschienen ruht somit in jeder Höhenlage fest und sicher in zwei Schuhen. Diese Halte- und Gleitmethodik wird analog auch beim Klettersystem MGC und den Schachtbühnen angewandt; allerdings werden dort in der Wand verankerte Kletterschuhe verwendet.

Hydraulisches Klettern spart Zeit
Die MGS- sowie MGC-Einheiten und ein Teil der Schachtbühnen klettern hydraulisch. Dies spart Kran- und Wartezeiten. Zum Klettern wird an jede Führungsschiene ein Hydraulikzylinder angeschlossen. Ist der Klettervorgang beendet, werden die Hydraulikzylinder samt Hydraulikaggregat per Umsatzwagen zur nächsten Klettereinheit gefahren.

Geführtes Klettersystem MGC für den Hochhauskern
Der zweigeteilte Hochhauskern hat Personenaufzüge und Treppenhäuser. Die Wände werden außen mit 8 MGC-Einheiten mit bis zu 8,47 m Länge geklettert, in den Schächten mit 16 Schachtbühnen. Betoniert werden die 3,75 m hohen Wände mit der Wandschalung Mammut (2,50 m hohe Elemente aufgestockt mit 1,25 m hohen Elementen). Die MGC-Einheiten sind ebenfalls vollständig eingehaust und haben oben an der Wandschalung Betonierbühnen. Mit der Bühne ist die Wandschalung per Schalungshalter und Fahrwagen verbunden. Für Bewehrungsarbeiten und zum Klettern wird die Wandschalung einfach nur zurückgefahren. Dies spart Arbeit und Zeit. Auch die MGC-Einheiten sind über Führungsschienen und Kletterschuhe dauerhaft mit dem Gebäude verbunden.

Schachtbühnen: Klettern per Hydraulik und per Kran
Im Schachtinneren steht die Wandschalung auf Schachtbühnen, deren Führungsschienen ebenfalls von Kletterschuhen gehalten werden. Die Schachtbühnen haben Nachlaufbühnen und klettern außerhalb des Kranbereiches hydraulisch. Luken und Leiteraufstiege mit Rückenschutzkörben ermöglichen den sicheren Wechsel von einer Ebene zur anderen.

Beengter Platz erfordert minutiöse Logistik- und Bauablaufplanung
Die Baustelle mitten im lebhaften Frankfurter Verkehrsgeschehen hat nur eine Zufahrt ohne Lagermöglichkeit außerhalb des Baugeländes. Dort muss auf sehr begrenztem Areal nicht nur eine Vielzahl von Schalung und Baumaterial gelagert, sondern auch die Vormontage aller MGS-, MGC- und Schachtbühneneinheiten durchgeführt werden. Jeder verfügbare Quadratmeter ist verplant und wird für die Lagerung und unterschiedliche Arbeiten genutzt. Deshalb muss der Zeitplan für die Bauabläufe, für die Montagearbeiten und für die An- und Rücklieferung strikt eingehalten werden.

Vier Wochen vor dem Zeitplan
„Der Schalungseinsatz klappt reibungslos. Dass wir mit verschiedenen Systemen unabhängig voneinander klettern können, spart nicht nur Zeit, sondern gibt uns auch die Flexibilität, die man bei anspruchsvollen Baustellen braucht. Wir sind dem Plan sogar 4 Wochen voraus“, so Bauleiter Dieter Böhm von BAM Deutschland.

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Referenzbroschüren

  • Kompetenzfeld Architekturbau (2.38 MB)

    Referenzen mit höchsten Anforderungen an Betonoberfläche, Schalung und Schalhaut. Sichtbeton und anspruchsvolle Geometrien sind gefragt.

  • Kompetenzfeld Hochhausbau (3.33 MB)

    Referenzen mit Schalungslösungen für Hochhäuser und Wolkenkratzer: Schalen bei wenig Platz, mit oder ohne Kran, bei höchster Sicherheit. MEVA Ingenieure liefern die gesamte Schalungslösung.

  • Kompetenzfeld Ingenieurbau (3.14 MB)

    Referenzen mit Schalungslösungen für große Industrieanlagen, Brücken, Tunnel, Kraftwerke und Wasserbauwerke. Schalungstechniker mit großer Erfahrung und ausgeprägtem Erfindergeist.

  • Kompetenzfeld Wirtschafts- und Wohnungsbau (2.70 MB)

    Betriebsgebäude, Hallen, Büros, Einfamilienhäuser, kommunale Einrichtungen, Wohnanlagen, Parkhäuser oder Einkaufspassagen und Mehrfamilienhäuser: Referenzen bei denen Wirtschaftlichkeit, Schnelligkeit und Sicherheit bei hervorragenden Betonierergebnissen zählen.

 
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