DATEN & FAKTEN

Sonderkonstruktion und Sichtbeton:
Medienturm Würzburg

Projekt: Verlagshaus des Krick Verlags in Würzburg mit gespiegeltem kegelförmigen Medienturm in Sichtbeton

Bauunternehmen: Georg Göbel, Würzburg

MEVA System: Vollkunststoff-Platte alkus, Sonderkonstruktion, Sichtbeton

Planung und Betreuung: Büro Dreier Ingenieure, Würzburg

 
 
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Projekt

Sonderkonstruktion und Sichtbeton - ein Kegel auf dem Kopf

Der Krick Verlag in Würzburg – ein überregional tätiges Verlagshaus im Bereich Lexika und Telefonbücher – errichtet derzeit seinen neuen Firmensitz in Eibelstadt. Die Gesamtplanung des 9 Mio. Euro Verlagshauses mit 30.000 m² umbautem Raum wurde vom Büro Dreier Ingenieure, Würzburg, erstellt. Neben einem innovativen Haustechnikkonzept, das im Rohbau zu integrieren war, stellten die Planer höchste Anforderungen an 1.700 m² Sichtbeton.

Ein Highlight der außergewöhnlichen Architektur dieses Gebäudekomplexes ist ein 8 m hoher Medienturm im Empfangsbereich. Als offener, auf der Spitze stehender Kegelstumpf, stellte er nicht nur eine Herausforderung für das Rohbauunternehmen Göbel und die Betontechnologie dar, sondern auch für die Schalungsplaner von MEVA.

Mehrere Probebetonagen waren notwendig, um die entscheidenden Qualitätsparameter wie Betonrezeptur, Umgebungs- und Einbaubedingungen und letztlich das Schalungs-System festlegen zu können. Für diese anspruchsvolle Aufgabe wäre eine herkömmliche Schalung aus Holz-Keilbrettern nur mit einem sehr hohen Material-, Zeit- und Kostenaufwand realisierbar gewesen. Die Anforderung an eine stark gewölbte und gleichzeitig geneigte Schalhautoberfläche ließ aber nur eine extrem verformbare und gleichzeitig tragfähige Schalhaut zu.

Als Schalhaut kam die alkus AL 21-Platte zum Einsatz, die für diese Anforderungen exakt vorgeformt wurde. Die Außenschalung wurde in Viertelkreisabschnitten vorgefertigt und angeliefert. Bei der ankerlosen Konstruktion erfolgte die Ableitung der Betonkräfte in den Außensegmenten über Nagelplattenbinder in die gebogenen Gurtschienen.

Durch Verbolzen der Gurtschienen erhielt man schließlich einen Ringzug, der die Betonkräfte aufnahm.

Die Innenschalung wurde als einteiliger Konuszapfen erstellt, der ebenfalls mit vorgeformten alkus-Platten belegt wurde. Gegen Auftrieb beim Betonieren wurde die Innenschalung am Boden mit einer Führungs- und Fixationsschiene gesichert und über Ankerstäbe nach unten gehalten. Auch die aufwändigen Einbauteile konnten bestens und wie gewünscht scharfkantig abgebildet werden.

Der fertige Medienturm nach dem Ausschalen
Alles in allem ein Aufwand, der sich lohnte. Wie die Bilder belegen, konnten alle Anforderungen des Planers mit der eingesetzten Technik erfüllt werden. Der Medienturm erzielt den gewollten architektonischen Gesamteindruck und einmal mehr bestätigt sich, dass mit dem Baustoff Beton und kompetenter Ingenieurleistung herausragende gestalterische Aufgaben zu meistern sind.

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