DATEN & FAKTEN

Der Limmat Tower am Rande von Dietikon

Projekt: Geschäfts- und Wohnhochhaus mit 25 Obergeschossen und 107 Wohnungen

Bauherr/Entwickler: Halter Entwicklungen AG, Zürich 
Architekturbüro: Huggenbergerfries Architekten AG, Zürich 
Generalunternehmer: Priora AG, Kloten, Schweiz 

Subunternehmer: Rohbau BAM Swiss AG, Basel.

MEVA Systeme und Lösungen: Wandschalung Mammut mit herausnehmbaren Teilen an den Enden und Ecke; MEVA Guided Climbing MGC mit 13 Klettereinheiten; 7 Schachtbühnen, 2 davon mit Klappöffnungen, 2 als Sonderkonstruktion nebeneinander

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme GmbH und MEVA Schalungs- Systeme AG, Seon

 
 
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Projekt

Herausragend: Der Limmat Tower

Trotz vieler verschiedener Ecken: Schachtschalung zügig und sicher ein- und umgesetzt

Am Rande von Dietikon bei Zürich entsteht ein neuer Stadtteil mit kompletter städtischer Infrastruktur für 3.000 Einwohner und 2.000 Beschäftigte. Blickfang und städtebauliches Juwel wird zweifellos der 80 m hohe Limmat Tower mit seinen 25 Obergeschossen sein. 

Anspruchsvoll sind die Vorgaben zur Ausstattung und Ausführung des sich nach oben verjüngende Towers: Top Qualität und kompromisslose Arbeitssicherheit. Wie klettert man Schachtwände mit vielen Ecken zügig und sicher? Auf diese Frage fanden die MEVA Ingenieure eine effiziente Antwort.

Die unkonventionelle Geometrie
Um den 5-eckigen Eingangsbereich zu den fünf Wohnungen auf jeder Etage gruppieren sich drei Lift- und zwei Treppenschächte. Die Schächte werden mit der Mammut geklettert, außen auf MGC-Kletterbühnen, innen auf Schachtbühnen. Die Crux: Alle Wände vom Eingangsbereich haben außen einen rechten und einen stumpfen Winkel. Erschwerend kommt hinzu: In die Treppenschächte werden die Fertigteiltreppen für die darunter liegenden Etagen eingeflogen, während auf der Schachtbühne die Schalung steht.

Ecken beim Klettern „überlistet“
An den MGC-Bühnen ist die Mammut per Fahrwagen dauerhaft befestigt. Sie wird nach der Betonage von der Wand zurückgefahren und mit den Bühnen zeitsparend in einem Hub auf die nächste Etage umgesetzt. Doch wie die Schalung zurückfahren, wenn die Einheiten nicht in einer Flucht liegen und sich an den Ecken in die Quere kämen? Der Trick sind herausnehmbare Schalungsteile an den Ausschalecken für die 90°-Winkel und an den starren Sonderecken für die stumpfen Winkel. Diese Sonderteile werden zuerst entfernt, schon geht das Zurückfahren und Umsetzen zügig vonstatten. Ein detailliertes Sicherheitskonzept sorgt für lückenlose Absturzsicherheit beim Bewehren, Betonieren und Umsetzen. Da die Sonderteile für 25 Etagen verwendbar sind, sparen sie zusätzlich viel Zeit, weil Anpassungen Etage für Etage komplett entfallen.

Lösung für nacheilende Treppen
In den Treppenhaus- und Liftschächten steht die Mammut auf Schachtbühnen, die für die nacheilenden Treppen aufklappbare Öffnungen haben. Durch sie werden die Podeste und Treppenteile per Kran auf die Etage unterhalb der Schachtschalung eingeflogen. Mit dieser Lösung bleibt auch der Zeitplan für die Arbeiten an den nach eilenden Etagen im Takt.

Eine geteilte Schachtbühne für fünf Ecken plus Betonverteiler
Beim großzügigen Eingangsbereich mit 4,10 m langen Wänden und 5 Ecken à 72° schied aus geometrischen und Gewichtsgründen eine einzelne Schachtbühne aus. Die Lösung: zwei Schachtbühnen nebeneinander mit Öffnung für den Betonverteilermast. Die beiden Schachtbühnen werden nacheinander umgesetzt, für Absturzsicherheit beim Umsetzen hat jede ein Geländer. Beim Arbeiten auf der Bühne sind die Geländer vollständig versenkt, vor dem Umsetzen werden sie hochgezogen und arretiert.

Im Wochentakt zügig nach oben
Für die 2,90 m Betonierhöhe ab dem 2. OG reichen 3 m hohe Elemente ohne Aufstockung. Die Frischbetondruckaufnahme von 97kN/m² erlaubt wandhohes Betonieren, jede Woche geht es eine Etage nach oben. Die Außenwände der lichtdurchfluteten Wohnungen bestehen aus Stützen und Glasfronten. Sie eilen – wie die Decken – den Schächten nach. Nachlaufbühnen sind für die MGC-Einheiten nicht nötig, da die Kletterkonen von den Decken aus entfernt werden. Das beschleunigt das Umsetzen und den Bauverlauf zusätzlich.

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