DATEN & FAKTEN

Um-, Aus- und Neubau der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Baden

Bauherr: Bundesimmobiliengesellschaft mbH, Wien

Architektur & Visualisierung: Marte.Marte Architekten ZT GmbH, Weiler, Österreich

Bauunternehmen: Bauunternehmung Granit Gesellschaft mbH, Graz, Österreich

MEVA Systeme: Wandschalung Mammut 350 mit aufgedoppelter Schalhaut aus alkus-Vollkunststoffplatten AL 20, Traggerüst MEP, MEVA Holzträger H20, Triplex-Schrägabstützung

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme Haiterbach und Pfaffstätten, Österreich

 

PROJEKT

Neubau der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Baden

Sichtbeton der Spitzenklasse

In Baden bei Wien wird die Pädagogische Hochschule Niederösterreich saniert und mit drei Gebäuden rund um den Altbestand nach den Plänen von Marte.Marte neu errichtet. Das alte Hochschulgebäude wird abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein großer Campus, um den sich die drei neuen Bauwerke gruppieren: Das neue Hochschulgebäude mit vier Geschossen ist das größte, die neue Übungsvolksschule wird in einem eigenen Haus auf zwei Stockwerken untergebracht, der dritte Neubau ist die Mensa.

Zuerst die Probebetonage

Je höher die Anforderungen an die Betonoberfläche sind, desto notwendiger sind Probebetonagen, um das Zusammenspiel von Schalhaut, Betontyp und -rezeptur, Abbindeverhalten, Witterung, Schalungsaufbau, Betonieren und Verdichten zu testen. Manchmal reichen schon kleine Änderungen – eine andere Betonrezeptur oder richtiges Verdichten – und das Ergebnis stimmt. So wurde auch bei diesem Projekt verfahren und nach kleineren Änderungen stimmte das Ergebnis.

Die Probebetonagen auf der Baustelle zeigten schnell, dass die geforderte Sichtbetonoberfläche nicht mit herkömmlichen kunststoffbeschichteten Holzplatten in den Schalungselementen erzielt werden konnte. Diese Platten liegen nicht plan im Rahmen, sie quellen und schwinden. Das führt zu auffälligen Abdrücken auf der Betonoberfläche, die für ein so anspruchsvolles Sichtbetonprojekt nicht akzeptabel wären.

Die bei MEVA Schalungssystemen serienmäßig integrierte Vollkunststoff-Platte alkus liegt plan im Rahmen und erzielt auch nach vielen Einsätzen gleichbleibend hochwertige und gleichmäßige Betonoberflächen. Das überzeugte die Architekten und Bauherren in Baden. Mit wenigen Änderungen war das Schalungskonzept konsensfähig und die Bauleitung konnte mit einer klar definierten Vorgehensweise zur Tat schreiten.

Auch bei diesem anspruchsvollen Sichtbetonprojekt sorgten die Vorteile der alkus wieder für gutes Gelingen: Die alkus quillt und schwindet nicht, nimmt keine Feuchtigkeit auf und sitzt bündig im Rahmen. Sie ist nichtsaugend und erzielt bei geringem Trennmitteleinsatz einen durchgängig porenarmen Beton mit glatter, nicht sandender Oberfläche.

Doch eine gute Schalhaut liefert nicht automatisch exzellente Ergebnisse. Wichtig sind auch der Umgang mit der Schalung und die Maßnahmen auf der Baustelle, z. B. die Reinigung nach jedem Einsatz direkt auf der Baustelle und das Schließen von Nagellöchern mit stoffgleicher Reparatur. Hierzu siehe auch den Fachartikel im SchalungsDruck XII/2015. Diesen können Sie per Mail an infomanagement@meva.de anfordern.

Die Sichtbeton-Aufgabenstellung

Gefordert waren ein symmetrisches Fugenbild von 250 x 250 cm und eine symmetrische Anordnung der Ankerlöcher, zudem eine glatte Betonoberfläche ohne Rahmenabdrücke. Die Betonage erfolgte mit selbstverdichtendem Beton über Befüllstutzen.

Die Sichtbeton-Lösung

Die Wandschalung Mammut 350 wurde mit einer 20 mm dicken alkus-Vollkunststoff-Platte belegt und diese von hinten mit 40-mm-Schrauben befestigt. Das ist bei der alkus ohne großen Aufwand möglich. Das Ergebnis war eine fugenlose Schalfläche, die keine Rahmenabdrücke im Beton hinterließ. Da die Ankerstellen bei der Mammut 350 symmetrisch angeordnet sind, konnte normal durch die Schalungselemente geankert werden. Die Lastableitung erfolgte durch Richtschienen. So konnte die Standfähigkeit und Stabilität der Schalung bei den 6 m hohen Wänden und sehr schnellen hohen Betonagen gesichert werden.

MEP-Traggerüste für große Lasten

Die großen Lasten bei den hängenden Wänden wurden durch ein Trag- und Abstützungssystem mit MEP-Traggerüsten und einem zusätzlichem Entlastungsjoch unter der hängenden Wand gestützt. Aufgrund der sehr hohen Lasten war der Stützenabstand auf 50 cm beschränkt.

Herausragende Sichtbeton- und Formenergebnisse erzielte die Bauunternehmung Granit auch beim Bau der Wirtschaftsuniversität Wien. In einer SchalungsDruck-Sonderausgabe erfahren Sie mehr. Schreiben Sie uns einfach an infomanagement@meva.de und Sie erhalten Ihr Exemplar.

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