DATEN & FAKTEN

Bau des höchsten Gebäude der Welt − Burj Khalifa − alle 3 Tage eine neue Decke

Projekt: Burj Khalifa in Dubai mit 154 Stockwerke mit variierenden Grundrissen

Bauherr: Turner Construction International

Bauunternehmen: Joint Venture bestehend aus: Samsung Corporation (Süd Korea), Besix (VAE/Belgien), Arabtec (Dubai)

MEVA System: MevaDec FTE-Methode

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme, Haiterbach

 
 
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Projekt

Burj Khalifa: Ein Turm in der Wüste mit logistischen und technischen Höchstanforderungen

Schalung MevaDec für 154 Stockwerke mit variierenden Grundrissen

Bauprojekte, die weltweites Aufsehen erregen und Medieninteresse wecken haben im arabischen Emirat Dubai nahezu Tradition. Megaprojekte, wie die palmenförmig künstlich angelegten Inselgruppen der „Palm Islands“ oder das einzige 7-Sterne-Hotel der Welt „Burj al Arab“, werden in den nächsten Jahren von einem weiteren Superlativ, dem höchsten Gebäude der Welt, übertroffen.

Die Skyline von Dubai, Vereinigte Arabische Emirate: Ein einzigartiger Bauboom verwandelt die Wüste in eine Hochhauslandschaft. Die Wahrzeichen bekannter Metropolen werden reihenweise übertroffen. So soll der Burj Khalifa mit über 800 m und 153 Stockwerken das bisher höchste Gebäude der Welt – den Taipei 101 (101 Stockwerke und 508 m Höhe) übertrumpfen.

Im Dezember 2004 erteilte die Projektentwicklungsgesellschaft Emaar Properties einem internationalen Joint Venture, bestehend aus den Firmen Samsung Corporation (Süd Korea), Besix (VAE/Belgien) und Arabtec (Dubai) unter dem Projektmanagement von Turner Construction International den Auftrag zur Errichtung des höchsten Bauwerkes der Welt in Dubai.
Zentral in einem neuen Stadtteil inmitten eines künstlichen Sees, entsteht das einer Wüstenblume nachempfundene 154 Stockwerk hohe Gebäude. Der Burj Khalifa wird nach seiner Fertigstellung mehr als 4,2 Mio. m² bereitstellen für ein Luxushotel, exklusive Appartements, Büros, Einkaufs- und Dienstleistungszentren.
Das bauausführende Joint Venture hatte zwei Aufgaben zu lösen, zum einen den äußerst engen Zeitrahmen einhalten und zum anderen alle drei Tage eine neue Decke schalen. Gesucht wurde ein schnelles und hochleistungsfähiges Deckenschalungssystem. Ein Vergleich der verfügbaren Systeme erbrachte einen Sieger: Die Systemdeckenschalung MevaDec. Das Frühausschalen sowie die verbürgt lange Lebensdauer und der geringe Wartungsaufwand der alkus- Kunststoffschalhaut haben hier eindrucksvoll überzeugt.

Architektonisch anspruchsvolle Grundrisse
Beim Burj Khalifa kommt eine Kombination aus Standard- und Sonderelementen zum Einsatz. Das ermöglicht die unkomplizierte Anpassung an die variierenden Grundrisse des sich nach oben verjüngenden Bauwerks.

Bis Ende 2007 sollen die Rohbauarbeiten am höchsten Gebäude der Welt fertig sein. Das Bauwerk stellt eine technische und logistische Herausforderung der Superlative dar. Allein die Windgewalt in diesen Höhen ist atemberaubend: Die Auslenkung der Antenne auf der Spitze wird auf +/- 12 m berechnet!

Komplette Schalungslösung von MEVA
Der Mammutanteil der Ortbetonarbeiten im ganzen Projekt entfällt auf die insgesamt 224.808 m² Decken (das sind 532 Decken auf 153 Etagen) – über 33 Fußballfelder groß. Über 50.000 m³ Beton werden hier in 28 Monaten Bauzeit gegossen. MEVA liefert mit MevaDec die komplette Deckenschalung.

Baufortschritt genau im Zeitplan: 248 von 532 Decken fertig
Auf den Tag genau verläuft der Baufortschritt nach Plan. Im August 2006 meldete die Baustelle die Fertigstellung der Etage 50 in den drei Flügeln und 61 im Gebäudekern.

Alle 3 Tage eine gesamte Decke: Betonieren um 18 Uhr und Ausschalen um 12 Uhr am Folgetag
In jedem Flügel und im Kern werden täglich verschieden große Abschnitte gegossen, sodass alle drei Tag die gesamte Decke (je 700 m² in 3 Flügeln und 450 m² im Kern) fertiggestellt ist. Die Decke wird um ca. 18 Uhr gegossen und am nächsten Tag 12 Uhr ausgeschalt. Dieses rasante Betoniertempo wird durch zwei Faktoren erreicht:

  • Der Fallkopf mit Schnellabsenkung ermöglicht das Ausschalen der Elemente, während die Nachunterstützung stehen bleibt.
  • Das geringe Gewicht erlaubt es, die Elemente per Hebevorrichtung in die nächste Etage zu befördern.
  • Außerdem begünstigen hohe Außentemperaturen (+ 25 °C im Winter, + 50 °C Sommer) den schnellen Baufortschritt.

Mindesteinsatz von Material, einfache Logistik: MevaDec punktet im harten Baustelleneinsatz
Beim Bau ist der Tower in vier Flächen pro Etage aufgeteilt: drei Flügel und ein Gebäudekern (Center). Die Flügel mit je 700 m² werden mit einer 1,3-fachen Schalungsvorhaltung und zweifacher Nachlaufunterstützung, der Center mit 450 m² wird mit einer zweifachen Vorhaltung und zusätzlich einer zweifache Nachlaufunterstützung disponiert. Insgesamt sind 3.000 m² MevaDec- Systemschalung für den gesamten Bauablauf disponiert.

Das rasante Ein- und Ausschalen ohne Kran: Diese Fähigkeit des MevaDec-Systems war der alles entscheidende Vorteil im Wettbewerb um das Prestigeobjekt Burj Khalifa.

Kein Wechsel der Schalhaut – auch nicht nach hunderten von Einsätzen in hunderten Höhenmetern
Für eine konventionelle, auf Holz basierende Schalhaut, hätte schon der 30. Einsatz den Garaus bedeutet. 15mal hätte dieser K.O. die Baustelle ereilt, bis die 153. Etage erreicht worden wäre. Baustellenstopps und ein logistischer Aufwand, der das Aus für alle Wettbewerbssysteme bedeutet hätte. Das MevaDec-System mit der alkus-Kunststoff-Verbundschalhaut konnte hingegen garantieren, dass kein Plattenwechsel, somit kein Bauzeitenstillstand und keine Stillstandskosten über die gesamte Bauzeit von 28 Monaten (153 Etagen) entstehen würden. Die Praxis und die genaue Termineinhaltung bestätigen dies.

Gebogene Deckenränder in maßgefertigten Sonderelementen: keine Montage vor Ort
Asymmetrische Geometrien werden im Burj Khalifa ebenfalls mit MevaDec hergestellt – speziell die polygonal gebogenen Deckenrandbereiche werden mit maßgefertigten Sonderelementen geschalt – ohne zeitraubende bauseitige Konstruktion und Montage. Nur fünf verschiedene Typen von Sonderelementen braucht die Baustelle. Diese schaffen alle Einsätze ohne Plattenwechsel..

Turner Construction USA ist Projektmanager für den Bauherrn Emaar Properties
Die weltweit tätige Turner Construction USA, seit 1975 in Dubai präsent, ist vom Bauherrn Emaar Properties als Projektmanager eingesetzt. Das von Samsung geführte Konsortium besteht aus Samsung (Korea), BeSix (Belgien) und Arabtec (Vereinigte Arabische Emirate). Die Bauphase wird von der MEVA KHK in Dubai aus betreut.

4,2 Mio. m² arabischer Luxus 8 Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft
Am 31.12.2008 werden im Burj Khalifa 4,2 Mio. m² für Luxuswohnungen, Hotels, Büros etc. zum Bezug freigegeben. Bereits 8 Stunden nach Verkaufsstart hatten sämtliche Luxuswohnungen neue Eigentümer. Die Hotels, Restaurants und Büroflächen waren vorbestellt.
Über die endgültige Höhe des Turms von Dubai herrscht noch Unklarheit. Offenbar will man sich in dem Bestreben, das höchste je von Menschenhand errichtete Bauwerk der Welt geschaffen zu haben, nicht übertrumpfen lassen.

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