Daten und Fakten

Effizienter Bau außergewöhnlicher Brückenpfeiler an der Holmfield Exchange

Projekt: Autobahnbrücke Holmfield Exchange im Norden Englands

Bauunternehmen und Architekten:  Joint Venture RMG AMEC, Alfred McAlpine, Dragados, Kellog Brown & Root

MEVA Systeme: Mammut Wandschalung, KLK Kletterkonsole, Gerüstturm Space

Schalungspartner: MEVA Formwork Systems, Colnbrook, Großbritannien

 
 
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Projekt

Vielseitiges System

Effizienter Bau außergewöhnlicher Brückenpfeiler an der Holmfield Exchange in Nordengland

Bei einer Autobahnüberführung in den britischen Midlands entstehen mit Mammut und vorgeformter alkus, nach oben aufgeweitete und stirnseitig abgerundete Pfeilerköpfe.   

Die A1 ist eine der Hauptverkehrsadern zwischen Schottland und Südengland. Dabei schließt sie mit einer Vielzahl von Schnellstraßen – den Motorways – alle größeren angrenzenden Wirtschafts- und Ballungsräume an. Insbesondere die Anschlussstellen sind durch Individual- und Güterverkehr an den Belastungsgrenzen angekommen. Deshalb werden derzeit in der Region Leeds mehrere Entlastungen gebaut, die sowohl eine Neutrassierung der A1 als auch der Zubringer umfassen. Dazu gehört auch die auf außergewöhnlichen Pfeilern ruhende Autobahnan schlussstelle „Holmfield Interchange“. Hier setzte das bauausführende Joint Venture RMG auf die Kompetenz und die Kreativität der MEVA Schalungsspezialisten.     

Im Rahmen eines DBFO (Design, Build, Finance and Operate) bei dem ein Konsortium aus Bauunternehmen nicht nur die Planung und Konstruktion sondern auch die Finanzierung, den Betrieb und die Wartung übernimmt, wurde Anfang 2003 ein Erweiterungsbereich für die A1 zwischen Darrington und Dishforth inklusive einer Anschlussstelle mit diversen Überführungen auf verschiedenen Niveaus ausgeschrieben. Das beauftragte Joint Venture RMG - bestehend aus den Unternehmen (AMEC, Alfred McAlpine, Dragados, Kellog Brown and Root), hatte bei dieser Brückenkonstruktion die Aufgabe architektonisch außergewöhnliche geformte und strukturierte Brückenpfeiler mit Sichtbetonoberflächen zu erstellen.   Insgesamt mussten 22 Pfeiler mit Höhen zwischen 5 m und 17 m bei laufendem Betrieb der stark befahrenen A1 erstellt werden. Das besondere war, das neben einer Linienstruktur - die durch Aussparungsleisten auf der Schalhaut abgebildet wurde - sich die geschlossenen Y-förmigen Pfeiler nach oben in einem festgelegten Radius von 7 m aufweiten sollten. Außerdem sollten die 1,25 m breiten Stirnseiten der Pfeiler halbkreisförmig ausgebildet werden. Ideal war also ein Schalungssystem, das für die Serienfertigung der Pfeiler stirnseitig stufenlos höhenflexibel anpassbar war, die entsprechenden Betondrücke aufnimmt, die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt und vor allem auch die Aufweitung und die Rundung der Pfeiler dauerhaft in hervorragender Betonoberflächenqualität abbilden konnte. 

Wenige Sonderteile führen zu effizienter Lösung

Die Wahl fiel auf eine Lösung, die die Schalungsspezialisten aus Mammut-Standardelementen und wenigen Stahl-Sonderteilen mit einer gebogenen und gleichzeitig gewölbten alkus-Schalhaut konstruierten.   Die Standardquerschnitte der Pfeiler, die bei einigen Pfeilern bis zu 11,5 m hoch waren, wurden in einem ersten Betonierabschnitt erstellt. Der zweite Betonierabschnitt umfasste die kompletten Pfeilerköpfe mit den Aufweitungen. Mittels Kletterkonsolen KLK230 die nicht nur als Abstellung für die Schalung sondern auch als sichere Arbeitsplattform dienten, konnten bei den unterschiedlich stark geneigten Pfeilerköpfen die Höhen flexibel angepasst werden. Die beiden Stirnschalungen wurden dazu unabhängig voneinander von Pfeiler zu Pfeiler in jeder gewünschten Höhe variabel montiert.   Für die Pfeiler, die im Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnrichtungen der A1 erstellt wurden, musste eine besondere Lösung für die Abstützung der Schalung gefunden werden. Eine konventionelle Schrägabstützung hätte zwangsläufig den Fahrbahnbereich zu sehr verengt oder eine temporäre Sperrung der Autobahn nach sich gezogen. Auch hier hatte MEVA die passende Lösung aus mietbaren Systemteilen parat. Die auftretenden Windlasten konnten über zwei Gerüsttürme „Space“ – die in einer Linie mit der Pfeilerschalung im Grünstreifen aufgebaut wurden – abgeleitet werden.   Die Baustelle zeigte sich nicht nur mit den eingesetzten Systemen und den Oberflächenqualitäten des Betons äußerst zufrieden. Auch die Schnelligkeit und Montagefreundlichkeit der weitestgehend aus mietbaren Systemteilen bestehenden Schalungs- und Abstützungslösung, sowie das in England unverzichtbare Arbeitssicherheitszubehör, wurden als hervorragend beurteilt. Insgesamt eine runde Sache die dafür sorgt, dass spätestens ab Frühjahr 2006 der Verkehr zwischen Englands Süden, dem Norden und Schottland endlich wieder entlastet rollen kann. 


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